Das war die 1. SoMeC – Was Du 2020 brauchst um als Digital Creator durchzustarten

Das war die #somec 2020. Die Grüne-Wirtschaft Wien lud zur ersten Social Media Conference #somec ins immer sympathische, und einladende Coworking-Space und Veranstaltungszentrum Impact Hub Vienna im 7. Bezirk ein. Eine neue Konferenz zum Austausch selbständiger & interessierter Digital Creator, die sich selbständig machen & informieren wollen.

Da dieser Tag für mich so inspirierend war, und obwohl ich mich mit der Thematik seit Jahren beschäftige, so viele Inputs in neuem Kontext sichtbar wurden, dachte ich mir, eine gute Gelegenheit hier wieder einmal ein paar wichtige Punkte mit meinen Lesern zu teilen, und eventuell das eine oder andere Vorurteil oder Fehlbild zurechtzurücken, und für 2020 online fit machen.

(Transparenz-Info: Alle Erwähnungen und links sind freiwillig, unbezahlt, und dienen dem besseren Verständnis, oder sollen eine Hilfestellung anbieten.)


Viele Panels – Sessions – Themen – Persönlichkeiten, und doch übereinstimmende Kernaussagen:

  • Selbst und Ständig
  • Regelmäßigkeit
  • Kontakte
  • Produktionsqualität
  • Bürokratie
  • Verhandlungsgeschick
  • langer Atem
  • Wie gründe ich als Online Creator?
  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen & Creators?
  • Der Arbeitsalltag eines Digital Creator

Ich nahm teil an der Begrüßung und Session mit Bobby Herrmann-Thurner von Curvect – Plus Size Blogazine – Gründen als Digital Creator, Keynote und Session mit You Tuberin Valentina Vale, sprach mit Melanie Pignitter vom Blog Honigperlen in der Kaffeepause, und blieb bis zur abschliessenden Podiums-Diskussion über die Arbeit mit Influencern und deren Pros und Cons. Hier standen Viktoria Egger (August Digital), Stefan Lassnig (missing Link – Podcast), Bobby Herrmann-Thurner (Curvect – Plus Size Blogazine) und Nina Kisser (Samsung) zur Verfügung für Statements und Antworten. Durch den Tag moderierte Marco Schreuder, Obmann Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien von der Grünen Wirtschaft Wien, der auch Ansprechpartner bei einer Gründung wäre.

Let’s talk reality

Die Kernaussage vorweg:
Was ganz klar bei allen Ausführungen, Erzählungen und Geschichten war:
Content Consistence is king.
Die Regelmäßigkeit spielt eine entscheidende Rolle, wenn nicht überhaupt die Hauptrolle schlechthin.
In einer Zeit der permanenten Reizüberflutung erweckt man mit dem besten Thema der Welt im allerbesten Fall Neugier mit einem Artikel. Bleiben wird deshalb niemand. Das Interesse für Deinen Content, Dein Medium und Deine Inhalte kann durchaus vorhanden sein, aber die Entscheidung bei Dir zu bleiben, und gespannt darauf zu warten, was DU als Nächstes zu erzählen hast, ist eine andere Geschichte.
Euphorisches on-the-go posten, sobald man glaubt, etwas Interessantes gesehen, gehört, erlebt zu haben, und dann auch noch in schlechter Qualität, ohne Schritt 2, war gestern.
Gut geplanter Content step-by-step, mit eingebundenem Prozess, ist das was 2020 zählt, und aus einem Ziel einmal einen realen Plan macht.
Content Quality ist für den Leser und Zuschauer genauso wichtig wie für Deine Vertragspartner und Kunden. Wenn Dein Content schon schlecht recherchiert und produziert ist, wieso soll dann jemand Interesse haben eine Kaufentscheidung zu treffen?

Crediblity

Und dann wäre da die Sache mit der Glaubwürdigkeit.
Meinst Du das was Du postest? Meistens wahrscheinlich ja. Aber kommt das auf der anderen Seite so an? Heute musst Du als Content Creator auch vor der Kamera mit Selbstbewusstsein und Deiner Sprache glänzen können bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird. Ein Punkt, der für Viele bestimmt unüberwindbar ist. Bei mir persönlich ist das ein Punkt, den ich trotz diverser Bemühungen und Schulungen noch nicht einbinden konnte. Ich sehe den Sinn nicht warum es entscheidend ist vor die Kamera zu treten, in Situationen bei denen ich nicht einmal meine Post entgegennehmen würde. Aber das ist der klare Unterschied zwischen klassischen und Neuen Medien: Alles ist Emotion.

Emotionen


Wir spielen als Online Creator mit Emotionen des Gegenübers, das wir nicht kennen. Es wird nie ein Produkt gekauft, es ist immer ein Stück Lebensstil.
Mit Emotionen holst Du Menschen ab, und wenn DU den passenden trigger gefunden hast, bleiben sie. Glauben Sie Dir was Du sagst, schreibst, und können sie sich visuell mit Dir identifizieren, werden sie vielleicht auch zu Kunden.

Genau deshalb sind Influencer so beliebte Werbeträger. Die Zielgruppe ist bereits hier, und nur die. Die Verkörperung eines Lebensstils spricht eine bestimmte Zielgruppe an, die dann mit dem passenden Content gefüttert werden kann. That’s reality, sorry. Wenn Dir das nicht gefällt, ist es wahrscheinlich, dass das nicht Dein Weg sein wird, Deinen Lebensunterhalt damit bestreiten zu wollen. Denn genau hier beginnt der Alltag wirklich. Egal, ob Du einen Verlag für Dein Buch suchst, Deine Inhalte mit Werbanzeigen verkaufen willst, einen Online-Shop vermarkten, … whatever.
Kannst Du damit nicht leben, nützen Dir keine tollen Fotos, Texte, Weltverbesserungsideen, glänzende MediaKits.

Ehrlicher Moneytalk statt Selbstbeweihräucherung. Und immer wieder hervorgehoben, dass ohne ständige aktive Arbeit von Dir auf Kooperationspartner zugehend, und regelmäßige Kundenaquise kein finanzielles Überleben in Österreich möglich in dieser Branche ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass Dich Firmen ansprechen, die zu Deinem Konzept passen, und auch bereit sind alle Deine Arbeit hinter den Kulissen mitzufinanzieren ist sehr, sehr klein, und eine echte Ausnahme. Entscheidend wird dann wohl am Ende sein, wie flexibel und biegsam Deine Werte und Ziele sind.
Unmöglich ist es nicht. Das belegen einige Erfolgsgeschichten. Spaziergang war es bei Niemandem.

Das kam an diesem Tag sehr deutlich raus, und das finde ich großartig. Das ist genau der Unterschied zwischen einem lustigen get-together und einer ehrlich transportierten Entscheidungshilfe. No Goodiebags, aber energiespendendes Mittagsbüffet von Rita bringt’s (mit dem Fahrrad). Keine Kosmetikproben, dafür Bleistifte zum mitschreiben. Flyer Infos vorhanden, für Interessierte. Kein vorprogrammierter Müll. Ich steh auf sowas.
Mal sehen, ob ich einen dritten Anlauf 2020 starte, nachdem ich 2018 meine Online-Aktivitäten in die Schubladen „diverse Hobbies“ verschoben habe, weil meine Ideen nicht bei der gesuchten Zielgruppe angekommen waren. Nämlich meine Themen, die mir wichtig sind, von denen ich etwas verstehe, und gerne weit professioneller mit ihnen arbeiten möchte,

Windows of Vienna#viennaslowliving
VanportraitGrafik und Kunst
Vanportrait KitchenGemüseanbau mitten in der Stadt

als erweiterten Lebenslauf – quasi ein Online-Portfolio – zu präsentieren, um für Corporate Blogs von Unternehmen mit ähnlichen Schwerpunkten angestellt zu werden. Ein grosses Anliegen und Eckpfeiler war für mich immer die Regionalität und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreichs und des DACH Raumes von Künstlern und kleinen Handwerks- Unternehmen und Produzenten, die versuchen auch hier zu produzieren, sowie umgekehrt Touristen auf diese Sparte aufmerksam zu machen, und echte Wiener Ecken zu bewerben, statt hervorzuheben wieviele internationale Marken und Massenprodukte auch Österreich führt.

That’s ME, and my message.

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