Entstehungsgeschichte der Weihnachtskarte 2019

Die Entstehungsgeschichte der Weihnachtskarte hat eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Ganz anders als sonst. Deshalb möchte ich sie heute erzählen.

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Meistens sind meine Weihnachtskarten handgezeichnet und handgedruckt, weil sie etwas besonderes sein sollen. Ein kleines Weihnachtsgeschenk eben.
Da versucht man all sein Können, auf das man stolz ist hineinzupacken. Ich nehme da auch immer Themen mit, die mich in diesem aktuellen Jahr beschäftigt haben.

Dieses Mal ergab eines das andere.

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Während der November-Kalligrafie-Challenge, über die ich im letzten Post geschrieben habe, gab es einen Tag als Aufgabenstellung „different language“.

Ich entschied mich für slowenisch, weil das meine eigentliche Muttersprache ist, obwohl ich selbst in dem Land nicht aufgewachsen bin. Aber dennoch spüre ich eine gewisse Verbindung, da immerhin meine Großeltern da gelebt haben, und meine Mutter hier aufgewachsen ist, und ich nun mal da geboren wurde.

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Srečno /srèːt͡ʃnɔ/ – schien mir ganz passend zu der Jahreszeit, und weil es so viele Bedeutungen hat. Geht also praktisch immer.

  • mach’s gut
  • tschau
  • tschüss
  • Auf Wiedersehen
  • viel Glück
  • bis bald
  • bis später
  • auf Wiederschauen
  • Gute Reise

Und dann hatte ich am Tag zuvor beim Faber-Castell-Pressday* die neuen Metallic Marker ausprobiert. Und mich direkt in ‘heart of gold’ verliebt. Ich probierte den Stift also an diesem Tag bei meiner Aufgabe auf schwarzem Papier aus, ob er auch gut deckt, und wie ich mit der Strichstärke klarkomme.

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So sah das dann bei der Challenge auf Instagram aus:

https://www.instagram.com/p/B5K-6KHjQ5S/

Und plötzlich war der Gedanke da, dass mir die viele Auseinandersetzung und Arbeit mit dem Wort zu schade für ausschließlich ein Instagram-Posting war. Obwohl ehrlich gesagt, ist es das ja immer. Es sieht bloß niemand. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich stellte mir also noch eine weitere Aufgabe. Wie verhält sich das Gold beim Fotografieren und Scannen?

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Zum Stifttest kann ich nur sagen: Bestens. Empfehlung.

Und dann war da noch was. Ich war dieses Mal auf einen Digitaldruck angewiesen. Das Druckverfahren lehne ich für mich bei meinen privaten Projekten ja strikt ab, wenn es zu vermeiden ist. Aber dieses Mal ging es einfach nicht anders.

Ich versuchte die Karte so zu gestalten, dass sie all diesen Anforderungen stand hält. Denn wie wir wissen, ist Digitaldruck günstig und leicht zu haben, aber die Ergebnisse sind nicht voraussehbar. Auch weil das Papier eine Riesenrolle dabei spielt.

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Ich hatte mit dem Testdruck Glück, und dachte mir ‘Why not?’

Und da kam gleich noch ein Aspekt dazu. 

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Eine Frage, die mir bezüglich meiner Arbeit als Grafikerin, kürzlich gestellt wurde. Die mich wirklich nachdenken ließ, was andere Menschen in Deiner Arbeit sehen. Selbst- und Fremdbild gehen da oft so weit auseinander, was mich persönlich vor eine riesige Herausforderung stellt. 

Ich muss doch als Grafikdesigner keinen Bauchladen an ‘Gedrucktem’ mit mir führen, damit Menschen meine Arbeit verstehen. Würden sie auch nicht. Ich gestalte um eine Aufgabenstellung herum. Im Idealfall weiß ich davor wie das Produkt gedruckt wird, um schon beim Design die idealen Bedingungen zu schaffen. Aber ich biete im Normalfall keine fertigen Print-Produkte an. Ich helfe Dir und Deinem Unternehmen, Dein Produkt und/oder Deine Botschaft bestmöglich visuell umzusetzen. In meinem Fall spielen da Buchstaben und Typografie die Hauptrolle.

Und das ist sie also

die Weihnachtskarte 2019,

Stilecht mit echten Briefmarken und Handstempel von der Post versendet.

Srečno!

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*Einladung, Press-Sample, unbeauftragte Werbung

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