digidirect print für Dein Design

Anhand eines Sweatshirt-Designs möchte ich Dir heute ein Druckverfahren vorstellen, das gar nicht mal so neu ist, aber trotzdem wenige kennen, obwohl es einige coole Features in sich birgt. Der DTG Digital-Direkt-Druck für Textilien.

Was ist Digidirect?

DTG, so die professionelle Abkürzung, kommt wie oft, aus dem Englischen, und heißt Direct to Garment, eben direkt auf den Stoff. Also nicht durchgedruckt wie im Siebdruck, und die Druckfarbe dringt nicht in die Fasern ein, sondern bleibt an der Oberfläche der Textilien und dringt kaum in die Fasern ein.

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Was sind die Vorraussetzungen für diesen Textil-Digitaldruck?

Der Stoff wird vor dem Druck mit einem Spray vorbehandelt, und nach dem Druck heiß fixiert. Textilien die keine feuchten Tröpfchen mögen, wie Seide, und keine Hitze vertragen, wie verschiedene Kunststofffasern, sind dafür nicht geeignet. Die Herstelleretiketten geben hier Gewissheit.

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Wie müssen die Daten aufbereitet sein?

DTG verzeiht vieles, und viel mehr als bei anderen Druckverfahren.

Dieses Designbeispiel wurde in Procreate erstellt und als tiff ohne Hintergrund exportiert.

Ich hatte auch sehr gute Erfolge mit gescannten Handlettering- und Kalligrafie-Designs, die gescannt und in Photoshop freigestellt wurden.

Das ist auch gar nicht immer nötig, z.b. wenn man auf weissen Textilien drucken möchte. Weiss wird nur gedruckt, wenn man das explizit möchte. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass weiss in Deinem tiff beim drucken ausgespart wird. Achte aber darauf, dass der Hintergrund dann auch wirklich 100% weiss ist. Im umgekehrten Fall: Ich möchte auf dunkle Textilien ein helles, detailreiches Sujet oder Logo drucken. Hier empfiehlt es sich weiss zu unterdrucken um die Farben besser leuchten zu lassen. Dafür muss man keine eigene Datei erstellen, aber es muss Dir klar sein, dass Dein Design wirklich keine Weiss-Stellen beinhalten darf, die nicht gedruckt werden sollen. Bedenke auch, dass der Druck, durch den doppelten Farbauftrag nicht mehr ganz so geschmeidig ist.

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Warum könntest Du das brauchen?

Hast Du einmal ein Design im richtigen Format vorliegen, ist der Druck kostentechnisch um vieles günstiger als jedes andere Verfahren. Ich liebe es, weil ich so einen Testdruck von Prototypen machen lassen kann, bevor ich mich an die stundenlange Arbeit für Siebdruck-Dateien mache. Ideal für Präsentationen, EinzelunternehmerInnen, einmalige Events.

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Warum ich dieses Verfahren gut finde:

Umwelttechnisch ist das natürlich auch nicht zu verachten, da es keine Zwischenprozesse gibt. Es werden keine Druckplatten, Siebe, Filme, etc erstellt. Selbst die Tintenbehälter von Digitaldruckern sind heute meist nachfüllbar.

Was mir zusätzlich gefällt: Ich kann meine Lieblingstextilien vorab bei den Herstellern, denen ich vertraue, probieren & kaufen, und dann im zweiten Schritt die Kleidung oder den Stoff bedrucken lassen, und muss mich nicht auf Merchandising Anbieter festlegen.

Wenn Du weitere Fragen hast, sende mir gerne eine Email.

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