Ausstellungstipp: Bilbao Never Real – Always true

VD-Never_real-always_true-Bilbao-2019- - 3.jpgBilbao hat mich in so vieler Hinsicht fasziniert. VD-Never_real-always_true-Bilbao-2019- - 2.jpg

Was ein simpler Architektur Besuch eines Museums werden sollte, wurde ein Rausch von Moderner Kunst. Ich habe es mehr als ein Monat später immer noch nicht geordnet bekommen. Desto öfter ich durch meine Notizen gehe, und meine Fotos ansehe, desto mehr Details finde ich, die mich nach der Reise beschäftigen und in ihren Bann ziehen.

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Die Kunst als Mittelpunkt.

Um ein Haar hätte ich eine der spannendsten Ausstellungen meines Lebens gar nicht beachtet und versäumt. Es war purer Zufall. Der Besuch des Azkuna Zentroa, das moderne Kultur-Zentrum Bilbaos, stand auf meiner Besuchsliste, weil ich mich für die Säulenhalle und den Umbau eines Weinlagers von der Größe eines New Yorker Häuserblocks interessierte, das 2010 von Philippe Starck nach einem über 30-jährigen Dornröschenschlaf erweckt wurde.

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Und im 2. Untergeschoss dieses Gebäudekomplexes fand eine Ausstellung statt, die sich mit Typografie und Büchern auseinandersetzt:
Nunca real / Siempre verdadero
Never Real / Always true

It’s a book of books, a story in plain sight and in real time.

Never real - Always true: Exhibition

Ein Glück, dass ich mich vor einer Reise vorbereite, denn in Bilbao hätte man mich nicht extra darauf aufmerksam gemacht.

Eine leise Symbiose zwischen Kunst und Literatur.
Dreizehn Künstler, die sich zwischen den beiden Welten bewegen. Die jeweiligen Grenzen werden überschritten mit der Absicht sie aufzulösen. Kunst soll in der Lage sein, Worte der Geschichte in Bildern zu erklären.

Absolut in den Bann gezogen haben mich tatsächlich die Werke von drei Künstlern:

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Gonzalo Elvira

mit dem Projekt „Lo Imorrable“, das sich mit der Aufarbeitung der furchtbaren Geschichte der Bücher-Verbrennungen, Verbote, Zensur und Zerstörung von Bibliotheken beschäftigt.

Die Technik ist in den fast allen seiner Arbeiten zu finden. Alle seine Bilder sind mit feinsten, kleinen Strichen ausgeführt. Nicht hier ausgestellt, aber zeitgleich in Paris auf der ‚Drawing Now Art Fair‘: seine Bauhaus Bilder.

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Guillem Nadal

mit Viatge (Catalan: Reise)
Als Mittelpunkt steht ein Zitat aus dem Buch Museo Animal mit einem Zitat von J.Conrad:
The Route is long. All the routes which lead to the object of our desire are long.
Die Reise, aber auch der Lauf der Zeit, und die Beziehung unserer Lebenswege wo Schönheit genauso eine Rolle spielt wie Chaos und Überlebenskampf in ihrer reinsten Form, umgesetzt mit Ästen, Feuer und Kohle. Ich hätte Stunden davor sitzen können. (Was leider nicht so gerne gesehen wird.)

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Glenda Leon

zeigt uns mit den fliegenden Buchseiten die Macht und den Einfluss, den Geschriebenes und Bücher auf unsere Vorstellungskraft haben (können).

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Die Ausstellung ‚Nunca real / Siempre verdadero‘ läuft in Bilbao bis 22.September 2019.

Wer noch keine Sommerpläne hat; das ist bestimmt ein feines Ziel an der baskischen Küste. Meine Reisefotos: #bilbaoFavsbyVO

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