Die Karlbox.

Als ich Ende Juli den Faber Castell Newsletter mit der Ankündigung der Künstler-Edition

KARL LAGERFELD X FABER CASTELL

erhielt, dachte ich noch: Netter Gag. Ein Meisterstück der Handwerkskunst, inspiriert vom Design eines chinesischen Hochzeitsschranks auf 2.500 Stück limitiert um den Preis einer Designertasche. Bestimmt fesch, aber ich dachte nicht mehr weiter darüber nach. Ich habe ja ein Zimmer voller schöner Grafikmaterialien, die ich über 30 Jahre angesammelt hatte, und hege und pflege. Darunter auch viele schöne Stücke von Faber Castell. Meine 36-teilige Polychromos-Pastell-Box zum Beispiel, die ich gerne für Blackboard-Lettering Skizzen auf schwarzem Papier verwende, oder für Highlights auf Kalligrafie Arbeiten. Oder ‚der perfekte Bleistift‚, der nie in meiner Handtasche fehlen darf. Er war eines meiner schönsten Weihnachtsgeschenke vor Jahren. Dass ich als Linkshänder-Letterer, die Pitt-Artist Brushpens anderen namhaften Filzstiften mit Pinselspitze vorziehe, sieht man auf Instagram  und Snapchat ohnehin regelmäßig.

Handlettering und Kalligrafie

 

Dann kamen aber Ende August immer detailliertere Presseinformationen, Fotos und Artikel über die Karlbox. Unter anderem wurde der Inhalt preisgegeben:

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  • 120 Albrecht Dürer Künstleraquarellstifte
  • 60 Polychromos Künstlerfarbstifte
  • 60 Polychromos Künstlerpastellkreiden
  • 60 Pitt Artist Pen Brush
  • 13 Pitt Artist Pen Fineliner und 3 Pitt Artist Pen Metallic
  • 12 Bleistifte Castell 9000, 5 Bleistifte Castell 9000 Jumbo, 5 Bleistifte Graphite Aquarelle
  • 4 Pitt Graphite Kreiden
  • weiters Aquarellpinsel, Doppelspitzdose Metall, Knetradierer Art Eraser,  Art Eraser Dust Free, Radiermesser, Schmirgelfrettchen, Clic & Go Wasserbecher

Der 16kg schwere Holzschrank aus schwarz lackierter Buche B 29,5 cm; H 38 cm; T 29 cm entpuppte sich als Farbschattierungswunder und hatte meine Aufmerksamkeit gewonnen. Und wie! Da freute ich mich natürlich umso mehr, als  ich eine Einladung zur Präsentation des Wunderkastens im MUMOK-Museum in Wien in meinem Briefkasten fand. Bis dahin hieß es:

Keep Calm!

Und dreh nicht durch. Denn ich wusste auch schon, dass das Schränkchen 2.500 Euro kosten würde.

Handlettering

Also sah, ich das Video, nur ein/zwei Mal an (gelogen, es waren bestimmt 12x!), und wartete geduldig um mir objektiv ein Bild über diesen Schrein von King KARL machen zu können. Dass es Präzision in Handwerk sein würde, war ja klar, aber rechtfertigen die beiden Namen, diesen Preis für eine – sind wir ehrlich – Buntstiftschachtel?

Am 14.9.2016 war es dann soweit. Faber-Castell lud zur Präsentation der Kooperation zwischen Modeikone Karl Lagerfeld und dem deutschen Schreibwarenhersteller ins MuseumsQuartier. Mary Gräfin von Faber-Castell (Vorstand Faber-Castell AG) und ihre Tochter Katharina präsentierten die KARLBOX persönlich dem Wiener Publikum zwischen Moderner Architektur und einem Blick über die aktuelle Ausstellung im MUMOK. Ein Farbenmeer, und in der Mitte der Gäste, die sich zum Großteil an den Dresscode und das Motto des Abends hielten: schwarz/weiß – colours in black, die verhüllte, gut bewachte Box.

Ich muß zugeben, dass ich zwar mitbekam, dass jede Menge österreichische Prominenz im Raum war, wie Eva Poleschinski (Modedesignerin), Dorretta Carter (Soul Sängerin), Niki Osl (MissLillyHats Designerin), Clemens Unterreiner (Opernsänger), Gabriela Zuna-Kratky (Dir. Technisches Museum), Philipp Schwinger (Filmproduzent), aber ich hatte nur Augen für die BOX:

Karlboc Presentation, Wien - Mumok Museum

Kein Smalltalk war so interessant wie dieser Anblick. Und plötzlich kam mir dieser Stifte-Altar wie ein Schnäppchen vor. Mein erster Gedanke:

Ich verkaufe meine Birkin!

Die magnetisch zu öffnenden Fächer, die in Farbkategorien unterteilt sind, ließen mich nicht los. Da war kein Gedanke mehr an gute Fotos oder das Buffett. Ich hatte nur Augen für die harmonischen Farbübergänge.

Karlboc Presentation, Wien - Mumok Museum

Karlboc Presentation, Wien - Mumok Museum

Karlboc Presentation, Wien - Mumok Museum

Seit 1. September 2016 ist die Karlbox in den Faber-Castell-Stores und den KARL LAGERFELD Boutiquen weltweit erhältlich. Dass ich schon jede Menge Twitter Updates gelesen habe, die Box sei ausverkauft, wundert mich ehrlich nicht. Denn, es ist ein Meisterstück. Bei einer Uhr, Handtasche, Stereoanlage, Flatscreen sind 2.500 Euro auch schnell mal weg. Diesen Holzschrank kann man ewig nachbestückten, und er wird immer ein Masterpiece bleiben!

Karlboc Presentation, Wien - Mumok Museum

Karlboc Presentation, Wien - Mumok Museum

karlbox-presentation-wien-00

Ab Montag, dem 19. September 2016 haben wir Österreicher auch die Möglichkeit in ausgewählten Fachgeschäften das gute Stück zu erstehen. Mal sehen. Bei mir ist das letzte Wort hier noch nicht gesprochen 😉 In der Zwischenzeit freue ich mich über meinen Karl-Print aus der Goodiebag, der gerade zur Rahmung unterwegs ist.

Mehr Event-Fotos findest du auf meinem

Lifestyleblog: windowsofvienna.com

karlbox-presentation-wien-01

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